Solo in D-Dur
Ein Jeder ist ein Mozart, Bach oder Beethoven,
ein Jeder trägt ein Instrument und spielt sein Lied nach Noten.
Die Melodien klingen, manche kurz und manche lang
und nach unbestimmter Zeit verstummt das Liedlein dann.
Nur einer weiß sich nicht zu helfen, musikalisch ist er nicht,
er schreibt sein Stück in Einsamkeit, bei Regen und bei Kerzenlicht.
Das Notenblatt füllt sich nur schwerlich und im Takt des Metronoms
reiht er fein und säuberlich stets gleichen Ton an Ton.
Doch die Noten welk, verblüht, fallen alsbald von der Leiter,
Oktave um Oktave tiefer oder dissonieren weiter.
Der Dreiklang bricht in sich zusammen, reißt die Pause vom Papier,
nun geht das Stück unendlich weiter, bis es sich im Nichts verliert.
Beim Spielen hört ihm niemand zu, die Säle bleiben kalt und leer,
der Ton verklingt, der Flügel schweigt, die Stille feiert Wiederkehr.
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December 14th, 2011 · No comments